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In einer Studie wurden 60 Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren mittels MRT-Gehirnscan untersucht.

Das Ergebnis: Bei Kindern mit höherer Bildschirmzeit zeigte sich ein geringerer Anteil weißer Substanz im Gehirn.

Die Auswertung legt nahe: Je mehr Zeit Kinder vor Bildschirmen verbringen, desto stärker können Veränderungen in der weißen Substanz auftreten.

Ein Professor für kindliche Hirnentwicklung kommentierte die Ergebnisse überrascht mit:
„Wow.“
Er hatte nicht erwartet, dass bereits etwa zwei Stunden Bildschirmzeit pro Tag messbare Auswirkungen zeigen könnten.

Die weiße Substanz besteht überwiegend aus Myelin, einer Schicht, die Nervenbahnen im Gehirn isoliert und die Kommunikation zwischen Nervenzellen ermöglicht.

Diese neuronale Vernetzung spielt eine zentrale Rolle für wichtige Fähigkeiten wie:

  • Sprachentwicklung
  • Lesen und Schreiben
  • kognitive Verarbeitung

Sollten sich diese Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, geht es nicht mehr nur um die Frage, ob Kinder „zu viel Zeit am Tablet“ verbringen. Es könnte um mögliche strukturelle Veränderungen im sich entwickelnden Gehirn gehen.

Das wirft Fragen auf – besonders in einer Zeit, in der:

  • Tablets zunehmend in Kindertagesstätten eingesetzt werden
  • digitale Frühförderung stark beworben wird
  • Eltern häufig hören: „Das ist heutzutage normal.“

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr nur, ob Bildschirmzeit Einfluss hat, sondern auch, wie offen und differenziert darüber gesprochen wird.

Liebe Eltern – Ihr müsst reagieren!

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